Endokrine Chirurgie

In der endokrinen Chirurgie steht die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüsen und der Nebenschilddrüsen im Vordergrund. Schon seit vielen Jahren ist dies ein Schwerpunkt im EvK Herne.

Wir bieten die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenfehlfunktionen (Über- und Unterfunktionen) mit der entsprechenden detaillierten Hormondiagnostik im eigenen spezialisierten Hormonlabor an. Außerdem werden alle gut- und bösartigen Vergrößerungen der Schilddrüse (Kropfkrankheit, Schilddrüsenknoten) mittels eingehender Untersuchung, bildgebender Verfahren (Ultraschall, Szintigraphie) sowie der Hormonbestimmung und spezifischer Marker aus dem Blut abgeklärt. Falls erforderlich können auch sofort Feinnadelpunktionen verdächtiger Knoten der Schilddrüse vorgenommen werden.
In enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin erfolgt die Abstimmung vor endokrinen Eingriffen, z.B. der Schilddrüse. Die Operation wird über kleinste Schnitte vorgenommen, um große Narben zu vermeiden. 

Unsere große operative Erfahrung auf diesem Gebiet, die stetige Funktionsüberwachung des Stimmbandnervens (Neuromonitoring) währen der Operation und das Operieren mit Lupenbrille dienen der Sicherheit und reduzieren das Risiko.

Ausgezeichnete Expertise

Die hohe Qualität unserer Arbeit wird regelmäßig durch die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie zertifiziert. Mit über 600 Operationen an der Schilddrüse und Nebenschilddrüse pro Jahr sind wir eine der erfahrensten Kliniken im Ruhrgebiet.

Onkologisches Zentrum

Onkologisches Zentrum

Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde über 02323 498-2021. Diese findet zweimal in der Woche statt. Hier wird mit Ihnen Ihre Erkrankung besprochen und Therapieoptionen einschließlich Alternativen erläutert.

Wir benötigen, wenn vorhanden, aktuelle Schilddrüsenbefunde und eine Überweisung von Ihrem Hausarzt, Endokrinologen oder Nuklearmediziner für die Endokrine Chirurgie.

Ärztliches Team

Sektionsleitung

Leitende Oberärztin Dr. med. Alexandra Koutses

Fachärztin für Chirurgie und Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Spezielle Viszeralchirurgie

Stellvertretende Sektionsleitung

Oberärztin Dr. med. Arzu Payas

Fachärztin für Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Spezielle Viszeralchirurgie

Oberärztin Dr. med. Angela J. Berger, MHBA

Fachärztin für Chirurgie

Rund um die OP

Die Vorbereitungen für die Operation ist ambulant, das heißt im Anschluss an die Aufklärungsgespräche in der Chirurgie und Anästhesie dürfen Sie wieder nach Hause gehen. 

Innerhalb der nächsten fünf Tage findet dann Ihre Operation statt.

Die Operation erfolgt am Tag der stationären Aufnahme. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel zwei Nächte. Wenn es nötig ist, erfolgt eine Gewebeuntersuchung schon während der Operation, sodass wir schnellstmöglich das Ergebnis erhalten und reagieren können. Im Rahmen der Nebenschilddrüsenchirurgie können wir intraoperativ innerhalb von 30 Minuten das Parathormon bestimmen.

Während des stationären Aufenthaltes erfolgen tägliche Visiten, Ihre Blutwerte werden kontrolliert und Ihre Stimmbänder werden von einem HNO-Arzt untersucht.

Am Tag der Entlassung bekommen Sie einen vorläufigen Entlassungsbrief. 

In der Regel muss der Hautfaden nicht entfernt werden, sondern löst sich vollständig auf.

Gängige Krankheitsbilder

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Schilddrüse zu viele Hormone produziert (Überfunktion). Typische Beschwerden sind Herzrasen, Gewichtsverlust, Nervosität, Schwitzen und manchmal hervortretende Augen. Eine Operation wird empfohlen, wenn Medikamente nicht ausreichend helfen, die Erkrankung erneut auftritt, große Knoten oder eine stark vergrößerte Schilddrüse vorliegen oder eine Schwangerschaft geplant ist und eine dauerhafte Behandlung erforderlich wird.

Hashimoto ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die durch das Immunsystem verursacht wird. Häufig entwickelt sich im Verlauf eine Schilddrüsenunterfunktion. Treten zusätzlich Knoten auf, müssen diese sorgfältig untersucht werden. Eine Operation kann notwendig werden, wenn der Verdacht auf einen bösartigen Knoten besteht, die Schilddrüse Beschwerden verursacht oder große Knoten das Schlucken oder Atmen beeinträchtigen.

Schilddrüsenknoten sind häufig und in den meisten Fällen gutartig. Sie werden durch Ultraschall und gegebenenfalls eine Feinnadelpunktion beurteilt. Eine Operation ist sinnvoll, wenn ein Krebsverdacht besteht, der Knoten deutlich wächst, Beschwerden verursacht oder eine hormonelle Überfunktion auslöst.

Eine vergrößerte Schilddrüse kann Druck auf Luftröhre oder Speiseröhre ausüben. Mögliche Beschwerden sind Schluckstörungen, Engegefühl im Hals, Luftnot oder eine heisere Stimme. Eine Operation wird empfohlen, wenn die Vergrößerung zu solchen Beschwerden führt oder weiter zunimmt.

Bei einer Schilddrüsenautonomie produzieren einzelne Bereiche der Schilddrüse Hormone unabhängig von der normalen Steuerung des Körpers. Dies führt zu einer Überfunktion mit Beschwerden wie Herzrasen, Gewichtsverlust, Zittern oder Unruhe. Eine Operation kommt insbesondere bei größeren autonomen Knoten oder einer vergrößerten Schilddrüse, bei Druckbeschwerden oder wenn eine Radiojodtherapie nicht geeignet oder nicht gewünscht ist, infrage.