Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme

Die Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses Herne ist spezialisiert auf die Erstversorgung medizinischer Notfälle aller Art. Das Team der Notaufnahme versorgt hier an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang kleine und große Notfälle.

Telefonisch erreichen Sie die Zentrale Notaufnahme im EvK Herne Tag und Nacht unter 02323.498-0.

In lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

In nichtdringlichen Notfällen außerhalb der Sprechzeiten von Haus- und Fachärzten ist der hausärztliche Notdienst zuständig. Die Notfallpraxis links neben dem Haupteingang des EvK Herne an der Wiescherstraße 24 steht Ihnen bei allen Erkrankungen zur Verfügung, mit denen Sie normalerweise zu Ihrem Haus- oder Facharzt gehen würden. Sie erreichen diesen ärztlichen Notfalldienst unter Tel. 116 117. Die Nummer gilt in ganz Deutschland, sie funktioniert ohne Vorwahl und ist kostenfrei.

Öffnungszeiten der Notfallpraxis
montags, dienstags, donnerstags: 18 bis 22 Uhr
mittwochs und freitags 13 bis 22 Uhr
samstags und sonntags 8 bis 22 Uhr

Auskünfte zum Apotheken-Notdienst der Apotheker Westfalen-Lippe erhalten Sie rund um die Uhr unter Telefon 0800 0022 833 (kostenlos aus dem Festnetz). Vom Handy wählen Sie bitte die Rufnummer 22833 (69 Cent/Minute).
 

Leitung Notaufnahme Herne-Mitte

Ärztlicher Leiter

Dr. med. Mike Thompson M.A.
Facharzt für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin,
Schmerztherapie, Intensivmedizin und Palliativmedizin
Landesfeuerwehrarzt NRW - Verband der Feuerwehren in NRW

Pflegeleitung

Julia Gratopp B.A.
Physician Assistance

Leitung Notaufnahme Herne-Eickel

Ärztlicher Leiter

Dr. med. Erich Hecker
Facharzt für Chirurgie/Thoraxchirurgie/Viszeralchirurgie

Pflegeleitung

Julia Gratopp B.A.
Physician Assistance

Team

Die Versorgung der Patienten in der Notfallmedizin basiert auf einer engen Teamarbeit.
Das gilt für die Kooperation mit den Fachkliniken (Neurologie, Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Innere Medizin, Gefäßchirurgie Gynäkologie), aber auch für das Miteinander von Medizin und Pflege.

Das Team der Zentralen Notaufnahme im EvK Herne besteht aus 26 Pflegekräften mit unterschiedlichen Qualifikationen und Schwerpunkten, die in der Notfallbehandlung geschult sind.

Behandlung

In der Notaufnahme gilt es zuerst, die schlimmsten Symptome zu lindern und den Patienten zu stabilisieren. Diese Aufgabe übernimmt das Team um einen Notfallmediziner.

Bei weniger schweren Erkrankungen hat der Notfallmediziner eine ähnliche Lotsenfunktion wie der Hausarzt. Er sorgt dafür, dass der richtige Facharzt die weitere Diagnostik und Behandlung übernimmt. Hier bietet das EvK Herne optimale Versorgungsbedingungen für viele Notfälle: vom Unfallopfer über akute Entzündungssituationen oder neurologische Notfälle wie ein Schlaganfall bis hin zu Patienten mit akuten Herzproblemen, die dann in der Kardiologie versorgt werden.

Patienteninformation

Wenn möglich und vorhanden, bringen Sie zur notfallmäßigen Aufnahme bitte folgende Unterlagen mit:

  • Krankenversicherungskarte
  • ggf. Zuzahlungsbefreiung
  • Personalausweis
  • Vorbefunde
  • frühere Arztbriefe
  • aktueller Medikamentenplan
  • Allergie-, Marcumar-, Schrittmacherausweis
  • Einweisungspapiere Ihres Haus- oder Facharztes
  • Patientenverfügung

Behandlungsablauf

In der Zentralen Notaufnahme am EvK Herne erfolgt zunächst eine Ersteinschätzung über Ihre Krankheitsschwere. Nach medizinischen Kriterien wird dabei die Dringlichkeit Ihrer Behandlung festgelegt. Bei lebensgefährlichen Erkrankungen kümmert sich das Team der Notaufnahme selbstverständlich sofort um Sie.
Anschließend beginnen je nach medizinischer Dringlichkeit die Untersuchungen und Behandlungen.
Stellt sich heraus, dass eine stationäre Behandlung notwendig ist, werden Sie auf die entsprechende Station begleitet. Bei ambulanter Weiterbehandlung erhalten Sie einen Arztbrief, gegebenenfalls auch Hilfsmittel wie Unterarmgehstützen oder Verbände zur Ruhigstellung. Bitte stellen Sie sich mit diesen Unterlagen bei Ihrem Haus- oder weiterbehandelnden Arzt vor.

Wartezeit

Die Auslastung einer Zentralen Notaufnahme ist nicht planbar und eine gleichzeitige Behandlung aller Patienten unmöglich. Wenn Sie mitunter länger warten müssen als ein Patient, der nach Ihnen gekommen ist, dann hat das seinen Grund: Das Team der Notaufnahme behandelt die Patienten in der Reihenfolge der medizinischen Notwendigkeit und Dringlichkeit. Daraus ergeben sich für einzelne Patienten unterschiedliche Wartezeiten. In vielen Fällen müssen auch bei Ihnen diagnostische Werte, etwa Blutergebnisse, Röntgenbilder oder Computertomografien erhoben und dann ausgewertet werden. Auch dies braucht seine Zeit und dauert mitunter mehrere Stunden.

In Spitzenzeiten kann es in der Notaufnahme zu erheblichen Wartezeiten kommen.

Was tun im Notfall?

In lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Teilen Sie der Leitstelle mit:

WER ruft an?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
WIE VIELE Kranke oder Verletzte?
WARTEN auf Rückfragen durch die Leitstelle.

Dann sofort Erste Hilfe leisten.

Informationen für Ärzte

Notfallpatienten können Sie jederzeit telefonisch unter 02323.498-0 bei uns anmelden. Wir können so am besten eine schnelle und effiziente Akutversorgung sicherstellen und die weitere Behandlung in unserer Klinik bereits vorab planen.

Eine elektive Behandlung von Patienten ist in der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme leider nicht möglich. Hier möchten wir Sie herzlich bitten, einen ambulanten Termin über das Sekretariat der entsprechenden Klinik zu vereinbaren.

Weiterbildungsermächtigung

Unter Moderation der Bundesärztekammer haben sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) auf einen Antrag für die Zusatzweiterbildung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ für die (Muster-)Weiterbildungsordnung verständigt. Dieser gemeinsame Schritt sei, so die Präsidenten der beiden Gesellschaften, die Konsequenz aus der stürmischen Entwicklung der Klinischen Notfall- und Akutmedizin mit Einrichtung zahlreicher interdisziplinärer Notaufnahmen an Kliniken in den vergangenen Jahren. Mit der Kombination von Kernausbildungszeit in der Notaufnahme und zu erfüllenden klinischen Voraussetzungen wie Intensiv- und präklinische Notfallmedizin folgt der deutsche Vorschlag dem Curriculum Notfallmedizin der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin.

Für den Erwerb der Zusatzweiterbildung ist die Facharztweiterbildung in einem der großen Fächer mit hohem Anteil an Notfallpatienten erforderlich. Erwerben können die Zusatzweiterbildung Anästhesisten, Allgemeinmediziner, Chirurgen, Internisten, Neurologen, Neurochirurgen sowie Pädiater. Die Zusatzweiterbildung erfordert die ganztägige, vollzeitige Tätigkeit in einer interdisziplinären Notaufnahme über zwei Jahre. Davon kann ein halbes Jahr während der Weiterbildungszeit in dem jeweiligen Gebiet erbracht werden. Eingangsvoraussetzungen für den Erwerb der Zusatzweiterbildung sind zudem die bestehende Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ und zusätzlich ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation. 
 
Notfallmedizin: Verständigung über Zusatzweiterbildung
Quelle:  Dtsch Arztebl 2016; 113(15): A-694 / B-586 / C-578 Gerst, Thomas
 
Die Zusatzbezeichnung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ wird voraussichtlich ab 2020 in den einzelnen kassenärztlichen Vereinigungen implementiert werden.

Wissenschaftliche Aktivitäten

Organisation und Ausführung der regelmäßig ausgerichteten Herner Fachtagung Notfallmedizin.

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