Multimodale Schmerztherapie

Schmerztherapie im EvK Herne

Alle Menschen haben irgendwann einmal Schmerzen.

Schmerz ist eine Sinneswahrnehmung, die zunächst eine natürliche Warnfunktion darstellt:
„ACHTUNG – hier ist etwas nicht in Ordnung“ d.h. Schmerz ist etwas Unangenehmes, wir möchten, dass dieses Gefühl wieder aufhört.
Meist ist der Schmerz an eine Verletzung oder Krankheit gekoppelt, wir wissen also, warum es jetzt gerade weh tut und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass dieser Schmerz verschwindet, sobald wir gesund sind.
Schmerz ist individuell, d.h. was dem einen weh tut, muss für den anderen noch gar nicht schlimm sein. So wird Schmerz in unterschiedlichen Lebenssituationen häufig ganz verschieden wahrgenommen.

Hält der Schmerz dauerhaft, reden wir von chronischen Schmerzen. Diese beeinflussen das Leben nachhaltig und negativ. Wer dauerhaft Schmerzen hat, wird in seinen Aktivitäten gehemmt, kann nicht mehr den gewohnten Alltag leben.
Schmerz kann in die Isolation führen, da der Patient soziale Kontakte vernachlässigen und ggf. seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann.
Hoffnungslosigkeit und das Gefühl „ich bin alleine, keiner kann mir helfen“ breiten sich aus. Besonders schlimm wird es, wenn die Umgebung Unverständnis signalisiert oder den Betroffenen gar noch als Simulanten abstempelt.
Das Problem wird dann komplex, d.h. dass nun nicht nur das ehemals traumatische Ereignis mit seinen schmerzhaften Folgen behandelt werden muss, sondern dass wir auf verschiedenen Ebenen in den Prozess eingreifen müssen, um den negativen Trend positiv zu beeinflussen.
In den letzten Jahren hat sich in der Schmerztherapie ein Ansatz durchgesetzt, den wir multimodal nennen. Dabei werden an verschiedenen Angriffsorten Schmerzen behandelt, denn man hat gelernt, dass der Schmerz „bio-psycho-soziale“ Wurzeln hat, d.h. in alle Lebensbereiche hineinreicht und diese von ihnen beeinflusst werden.

In der Behandlung chronischer Schmerzen steht zum einen die somatische (körperliche) Seite im Vordergrund. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass der Schmerz richtig verstanden wird – woher kommt er und was hält ihn aufrecht? Dafür ist eine umfassende ärztliche und physiotherapeutische Untersuchung notwendig.

Behandlungskonzept

Auf dieser Basis wird dann ein persönliches Behandlungskonzept für jeden Patienten entwickelt. Dazu gehört eine differenzierte medikamentöse Therapie, eine individuelle physiotherapeutische Behandlung und in manchen Fällen auch ergotherapeutische Maßnahmen. Zusätzlich hat es sich bewährt, Therapieangebote auch in der Gruppe durchzuführen. Zum einen ist es wichtig, wieder aktiver zu werden und zum anderen sollen Hemmungen abgebaut und die Freude an gemeinschaftlichen Unternehmungen gefördert werden. Ganz nebenbei ist es auch gut zu spüren, dass man nicht allein ist.

Wichtig ist es aber auch sich anzuschauen, wie der Schmerz die Gefühle und das Denken verändert hat. Zu diesem Zweck sollte im multimodalen Therapieangebot eine psychotherapeutische Diagnostik erfolgen, alternative Erlebnismöglichkeiten und Entspannungsverfahren geübt werden. Auch kann es sinnvoll sein, die Arbeitsplatzsituation zu analysieren, um dort notwendige Hilfestellung zu geben oder eine Sozialberatung durchzuführen.
Mit diesem therapeutischen Gesamtkonzept werden Schmerzen gelindert, vielleicht sogar ganz verschwinden.

Kontakt

Alexandra Taubald, Sekretariat
Fon 02323.498-2061
Fax 02323.498-2486
E-Mail ains(at)evk-herne.de

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Multimodale Schmerztherapie

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