Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie ist eine der Säulen bei der Behandlung von Lungenkrebs. Man unterscheidet diagnostische Eingriffe von therapeutischen Operationen.

Die diagnostischen Eingriffe Mediastinoskopie und Videoassistierte Thorakoskopie (VATS) dienen der Gewebegewinnung, um bösartige oder gutartige Erkrankungen zu erkennen.

Die therapeutischen Eingriffe dienen der Entfernung von bösartigen Tumoren, mit dem Ziel der Heilung von der bösartigen Erkrankung.

Operationsverfahren

Jeder Mensch hat zwei Lungenflügel. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lungenlappen (Ober-, Mittel-, Unterlappen), der linken Lungenflügel aus zwei Lappen. Jeder Lappen wiederum besteht aus zwei bis fünf Funktionseinheiten, den sogenannten Segmenten.
 
Als Standardoperationen bezeichent man die Entfernung einer anatomische Einheit, d. h. einzelner Segmente (= anatomische Segmentresektion), eines Lungenlappen (= Lappenresektion oder Lobektomie), von zwei Lappen (= Bilobektomie) oder eines ganzen Lungenflügel (=Pneumonektomie).

Sogenannte gewebesparende Operationen (Manschettenoperationen oder bronchoplastische Operationen) haben das Ziel, auch bei zentraler Lage von bösartigen Tumoren eine komplette Lungenflügelentfernung zu vermeiden. Dazu wird ein Lappen mit dem zentralen Atemweg zusammen entfernt und die restliche Lunge mit dem zentralem Atemweg neu verbunden.

Erweitere Operationen sind Eingriffe, bei denen eine anatomische Einheit (Segment, Lappen, Lungenflügel) mit angrenzenden Strukturen (z.B. Herzbeutel oder Gefäßen) zusammen entfernt und manchmal auch ersetzt werden muss, weil der Tumor in dieses Nachbarorgan eingewachsen ist.

Minimal-invasive Operationen (=Schlüssellochoperation oder videoassistierte Operationen (VATS)) kommen nur bei kleinen Tumoren unter 5cm zum Einsatz; diese Technik wenden wir, wenn immer möglich an, um Patienten mit Lungenkrebs zu operieren.

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