19.03.2021 11:04

Darmkrebs-Vorsorge kann Leben retten

EvK Herne: Telefonsprechstunde am 22. März


Traditionell steht im März das Thema Darmkrebs im Mittelpunkt des Gesundheits-Interesses. „Dies darf trotz der aktuellen Corona-Lage nicht vergessen werden“, warnt Prof. Dr. Matthias Kemen, Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne. Gerade Darmkrebs ist ein Krebs, der rechtzeitig festgestellt, gut zu behandeln ist. In einer Telefonsprechstunde am 22. März steht Prof. Kemen gemeinsam mit dem Gastroenterologen Dr. Matthias Hinz, Gastro-Praxis-Herne, sowie dem Chefarzt der EvK-Klinik für Innere Medizin, Dr. Jens Verbeek, für Fragen rund ums Thema zur Verfügung.

Darmkrebs entsteht über verschiedene Vorstufen. Deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung von elementarer Bedeutung und trägt entscheidend zum Heilungserfolg bei. Denn je früher z.B. Polypen entfernt werden, desto geringer ist die Chance, dass sie entarten. „Die Entfernung können wir Gastroenterologen zum Teil bereits während der Untersuchung unaufwändig auf endoskopischem Wege vornehmen, ohne dass der Patient zu einem weiteren Eingriff erscheinen muss“, sagt Dr. Jens Verbeek.

Darmspiegelungen erfolgen täglich routiniert und sicher in einer gastroenterologischen Praxis.  Allein in der Gastro-Praxis-Herne werden jährlich über 5.000 Koloskopien durchgeführt. Trotzdem gibt es noch immer eine ganze Reihe Menschen, die Angst vor einer solchen Untersuchung haben. „Doch durch die routinemäßige Verwendung eines Schlafmedikaments bekommen unsere Patienten von der Darmspiegelung nichts mit“, sagt Dr. Matthias Hinz.

Sollte ein Tumor diagnostiziert werden, ist es wichtig, dass er in einem von der deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrum, wie z.B. am EvK Herne, behandelt wird. Hier arbeiten mehrere Fachdisziplinen eng zusammen und können kurzfristig die erforderlichen Therapiemaßnahmen zusammenstellen. „Entscheidend ist, dass der Betroffene engmaschig betreut wird und ein Behandlungsschritt unverzüglich auf den nächsten erfolgen kann. Das Zusammenwirken der Disziplinen spielt dabei eine wichtige Rolle“, sagt Prof. Dr. Matthias Kemen.

Abgesehen von einer Vorsorge, die ab dem 50. Lebensjahr ratsam ist, gibt es aber auch verschiedene Beschwerden, die die Betroffenen ernst nehmen sollten. Dazu gehören krampfartige Schmerzen im linken Unterbauch, sehr unregelmäßiger Stuhlgang, mit Schmerzen verbunden, Blut im Stuhl, teerfarbener Stuhl, starke Gewichtsabnahme und Blutarmut. Diese Symptome können jedoch auch auf andere Erkrankungen hinweisen, was eine medizinische Abklärung umso wichtiger macht.

Individuelle Fragen beantworten die drei Experten während der Telefonsprechstunde am 22. März von 16 bis 18 Uhr. Sie erreichen die Mediziner unter folgenden Rufnummern: Dr. Matthias Hinz (0171/2963600), Prof. Dr. Matthias Kemen (498-1073) und Dr. Jens Verbeek (498-1075).


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