Was uns so umtreibt

EvK Herne zeigt Fotoarbeiten von Studierenden
und Lehrenden der Folkwang-Hochschule


Nach Malerei und keramischer Plastik eröffnen Annegret Schrader und Edelgard Sprengel vom Herner Künstlerbund mit einer weiteren Darstellungsform den Ausstellungsreigen für das Jahr 2016 im Evangelischen Krankenhaus Herne. Zu sehen sind Fotoarbeiten von Studierenden und Lehrenden der Folkwang Universität der Künste.

Bei den Ausstellenden handelt es sich um eine Projektgruppe um Peter Lütkemeyer. Der gebürtige Wanne-Eickeler studierte Fotografie bei Prof. Alfons Clemens und Prof. Pan Walther. Seit 1974 ist er berufenes Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA) und seit 1982 Dozent für Fotografie an der Universität Duisburg-Essen und der Folkwang-Universität der Künste. Zu der Projektgruppe gehören neben Peter Lütkemeyer  Adrian Bach, Tabea Borchardt, Marina Chigheliman, Luise Flügge, Max Füllbier, David Müller und Jenny Wegscheider.

Die Künstler setzen sich mit vorwiegend fotografischen Bildwelten, aber auch mit musikalischen Klangbildern auseinander. Daraus resultierten ganz eigene Formen der Bildgestaltung. Begegnungen, Entdecktes, Gefundenes, Beiläufiges, Zufälliges, Experimentelles oder Konzeptionelles finden ihren Raum in der Ausstellung.

Der Projektgruppe ist es darüber hinaus gelungen, frei von Konventionen eine musikalische Erfahrungsmöglichkeit zu finden, die eine sinnvolle Erweiterung des künstlerischen Erfahrungsfeldes bedeutet. Dafür haben die Ausstellenden das „Freie Percussive Ensemble“ gegründet, das auf herkömmlichen Musikinstrumenten aber auch mit Alltagsgegenständen Klangbilder erzeugt.

Zur Ausstellungseröffnung boten Luise Flügge und Peter Lütkemeyer einen Einblick in die Entstehung der einzelnen Arbeiten und erklärten die jeweils eingesetzten Techniken. Sehr vergnüglich ging es dann beim musikalischen Teil der Ausstellungseröffnung zu. Das „Freie Percussive Ensemble“, zusätzlich unterstützt durch Simon Dickkopf, Christin Heinze und Annegret Schrader, sorgte für ungewöhnliche Klänge im EvK. Das Publikum hatte seinen Spaß, vor allem als es auch selbst am Spiel der freien Rhythmus-Variationen beteiligt wurde, indem es die unterschiedlichsten Instrumente in die Hände gedrückt bekam und nach Lust und Laune mitmachen konnte.