18.08.2017 11:44

Minister Gröhe besucht Palliativstation

Informationsaustausch mit Haupt- und Ehrenamtlichen


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (2.v.r.) zu Gast auf der Palliativstation

Auf der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Palliativstation und zum 20-jährigen Bestehen des Ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes hatte die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach die Absicht geäußert, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Palliativarbeit am Evangelischen Krankenhaus Herne vor Ort zu zeigen. Aus der Absicht wurde Wirklichkeit und Frank Obenlüneschloß, Theologischer Direktor und Vositzender des Palliativ-Fördervereins, konnte jetzt den Minister, seine Staatssekretärin und den Bundesvorsitzenden der Jungen Union Deutschland, Paul Ziemiak, im Evangelischen Krankenhaus Herne begrüßen.

Die Palliativstation am EvK war vor 25 Jahren die erste Einrichtung dieser Art im Bezirk Westfalen-Lippe. Palliativmedizin bedeutet, das Leiden schwerkranker Patienten, die ohne Aussicht auf Heilung sind, zu behandeln und zu lindern, um sie dann in gebessertem Zustand zu entlassen. Wie dieses Konzept in der Praxis aussieht, erfuhren Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Ingrid Fischbach bei einem Rundgang über die Station. Zuvor erläuterte Frank Obenlüneschloß das Grundprinzip der Palliativarbeit und stellte auch den Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst vor, der bedeutender Teil des Konzeptes ist.

Auf dem Weg zur Palliativstation erhilelten die Besucher aus Berlin auch die Gelegenheit die aktuelle Ausstellung des EvK „Nach den Dingen“ mit Fotoarbeiten von Tabea Borchardt zu betrachten, die anlässlich des Palliativ-Doppeljubiläums Sterben und Tod zum Thema hat. Auf der Station schließlich konnte der Minister sehen, dass die Palliativstation sich nicht nur konzeptionell, sondern auch optisch deutlich von einer normalen Klinikstation unterscheidet.

Im direkten Gespräch mit Arzt, Pflegekräften, Sozialarbeiterinnen und Ehrenamtlichen erfuhr Hermann Gröhe, welche Rolle die einzelne Berufsgruppe in der Versorgung der Patienten spielt. Der Schatzmeister des Palliativ-Fördervereins, Werner Karnik, nutzte den Besuch des Ministers, um Hermann Gröhe auf die schwierige finanzielle Situation in der Palliativversorgung hinzuweisen.