09.06.2017 10:41

Pfeffer gegen Stress mit der Blase

Patientenseminar am 20. Juni im EvK Herne


Strom, Pfeffer und Botox – manche  Möglichkeiten, eine Reizblase zu behandeln, klingen sehr ungewöhnlich. Was davon zu halten ist, ist nur ein Thema, das im Rahmen eines Patientenseminars am 20. Juni um 16 Uhr im Evangelischen Krankenhaus Herne vorgestellt wird. Luljeta Korca, Chefärztin der Frauenklinik, bietet gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten des Beckenbodenzentrums Ruhrgebiet einen umfassenden Einblick in die Therapie von Harn- und Darminkontinenz.

Rund 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Stress mit der Blase. Deshalb findet alljährlich die Weltkontinenzwoche statt. In diesem Rahmen lädt auch das EvK zu einem Patientenseminar ein. Ziel ist es aufzuzeigen, wie komplex das Problem der Harn- und der Darminkontinenz ist. Deshalb müssen möglichst viele Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen gemeinsam an einem Strang ziehen, um für die Betroffenen eine passende Lösung zu finden.

Neben der Betrachtung des Themas Inkontinenz aus gynäkologischer Sicht durch Luljeta Korca kommt auch PD Dr. Andreas Wiedemann, Chef-Urologe EvK-Witten, zu Wort, der in seinem Vortrag einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Inkontinenz herstellt. Vom „Nervenkostüm der Blase“ spricht EvK-Chefärztin Dr. Sylke Düllberg-Boden, die Expertin für neurologische Einflüsse auf Inkontinenz ist.

Mit Beeinträchtigungen im Bereich des Darms setzt sich Dr. Ralf Schmidt auseinander, End- und Dickdarmpraxis Bochum sowie Oberarzt der EvK-Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Sein Thema lautet: „Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren – Was tun?“. Dass man nicht nur mit Medikamenten oder einem chirurgischen Eingriff Inkontinenz behandeln kann, zeigt Nadine Leidag. Die Physiotherapeutin berichtet, wie man mit Hilfe von Übungen aktiv gegen Beckenbodenschwäche vorgehen kann und bietet einen Überblick über die Kontinenzschulung am EvK.

Wer intimere Fragen zu dem Thema hat, kann sich über die Veranstaltung hinaus am 21. Juni zwischen 14 und 17 Uhr zu einem persönlichen Patienten-Beratungsgespräch anmelden unter 02323.498-2041.