Klinik für Innere Medizin EvK Herne

Innere Medizin Herne

Jährlich lassen sich über 6.000 stationäre und mehr als 2.000 ambulante Patienten in unserer Klinik für Innere Medizin behandeln. Wir vertreten einen ganzheitlichen Ansatz und vereinigen mehrere Spezialabteilungen unter einem Dach. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Diabetologie, Endokrinologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Hepatologie, Onkologie und Palliativmedizin.
Unser Diabeteszentrum ist mehrfach durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Außerdem sind wir Teil des durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrums aufgrund unserer besonderen Expertise im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen.

Unser Diabeteszentrum ist mehrfach durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Außerdem sind wir Teil des durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten viszeralonoklogischen Zentrum mit eigenem Darm- und Pankreaskrebszentrums aufgrund unserer besonderen Expertise im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen. Weiterhin nehmen wir seit kurzen an der neu geschaffenen Ambulanten Spezialärztlichen Versorgung (ASV) für gastrointestinale Tumore teil.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gehört auch den schwerst Kranken ohne Aussicht auf Heilung. Sie erfahren auf der Palliativstation eine Linderung ihrer Symptome u.a. durch eine spezielle Schmerztherapie. Unser Palliativkonzept bezieht auch die psychische Verfassung der Patienten in die Behandlung mit ein.

Leitung

Team

Oberärztinnen und -ärzte

Dr. med. Eckard Biekmann, Onkologie/Ultraschalldiagnostik
Dr. med. Wolf Diemer, Palliativmedizin/Schmerztherapie
Dr. med. Ahmed Fouad, Kardiologie/IMC
Dr. med. Norman Feldmann, Diabetologie/Endokrinologie
Dr. med. Dirk Kompa, Gastroenterologie/Intensivstation/Palliativmedizin
Dr. med. Cord Müller, Kardiologie/IMC
Hasem Hamzat, Kardiologie/IMC

Sekretariat

Sekretariat Herne-Mitte

Birgit Gernand
Nicole Möller

Fon 02323.498-2051

Fax 02323.498-2485

Ambulanzen und Sprechstunden   

Fon 02323.498-2055

Fax 02323.498-2190

Kardiologie

Der Teilbereich Kardiologie steht für umfassende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf dem gesamten Gebiet der Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen.
Die Akut- und Langzeitversorgung unserer Patienten mit Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzschwäche, Herzklappenfehlern und Herzrhythmusstörungen zählt zu einer unserer wesentlichen Schwerpunkte.
Vielfältige Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung, um diese Krankheitsbilder frühzeitig diagnostizieren und therapieren zu Können. Wir bedienen uns moderner Geräte und Methoden.

Individuell der Patientensituation angepasst behandeln wir auf der Grundlage von Leitlinien und Empfehlungen der nationalen und internationalen Fachgesellschaften. Die Kardiologie im EvK Herne bietet alle modernen diagnostischen Verfahren, von der transthorakalen Farbdoppler-Echokardiographie und der transösophagealen Echokardiograhie bis zur Gefäßdoppleruntersuchungen. Komplexe Herzrhythmusstörungen werden mittels Langzeit-EKG, falls erforderlich, durch Implantation eines Event-Recorders detektiert. Alle modernen Schrittmachersysteme und Defibrillatoren (VVI, DDD, CRT-P, CRT-D, ICD) können zur Behandlung von Rhythmusstörungen des Herzens implantiert werden.
Für die innovative kardiologische Bildgebung wie die Kardio-CT und Kardio-MRT kommen in Zusammenarbeit mit unseren radiologischen Kollegen modernste Geräte zum Einsatz.

Seit April 2014 arbeiten wir mit einem modernst ausgerüsteten Herzkatheterlabor zusammen, wo Rechtsherzkatheteruntersuchungen bis hin zu der Linksherzkatheteruntersuchung in digitaler Bildtechnik durchgeführt werden können. Neben der Akutversorgung bieten wir unseren Patienten auch eine Herzkatheterdiagnostik sowie Implantation modernster, sicherer und ggfs. Beschichteter Stents.
Um Eingriffe auch in der Nachbehandlung für Sie so angenehm wie möglich zu machen, werden viele der Herzkatheter über die Handarterie durchgeführt.
Mit der IMC stehen Untersuchungs-, Behandlungs- und Überwachungsplätze zur Verfügung, insbesondere auch für die Abklärung kardiologischer Notfallpatienten.

Wir verfügen über eine ausgewiesene Expertise und das notwendige Equipment.
Unser Ziel ist es, unsere Patienten erfolgreich und fürsorglich zu begleiten, dafür sorgt die fachübergreifende Zusammenarbeit  unserer Ärzte, Pfleger und Partner.

Mehr zum Thema kardiologische Versorgung in Praxis und Klinik, Prävention und Therapie finden Sie hier.

Intensivmedizin/Intermediate Care

Das interdisziplinäre Intensivteam betreut das gesamte Spektrum der akuten Krankheitsbilder. Mit Hilfe moderner medizinischer Apparate und Techniken bieten wir eine bestmögliche ärztliche und pflegerische Versorgung.

Die speziellen Behandlungsplätze sind für Patientengruppen vorgesehen, die eine intensivere Behandlung benötigen. Zur Versorgung der Patienten stehen im EVK Herne 16 Betten zur Verfügung. Die ärztliche Leitung obliegt den Kliniken für Innere Medizin mit 5 Betten auf der Intensivstation und 4 Betten Intermediate Care. Der Klinik für Anästhesiologie stehen weitere 7 Betten zur Verfügung.

Für die Klinik für Innere Medizin gilt eine leitlinienorientierte internistische Intensivmedizin als Basis für eine  individuelle Patientenbetreuung.
Ein weiterer Schwerpunkt stellt die fachübergreifende Zusammenarbeit bei der Behandlung von schwer erkrankten Patienten dar. So besteht nicht nur eine interdisziplinäre ärztliche Zusammenarbeit, sondern auch ein enger Kontakt mit der Abteilung für Physiotherapie, mit dem Sozialdienst, dem Wundmanagement und dem Ernährungsteam und unserer Krankenhausseelsorge. Palliativmedizinische Konzepte können durch Fachärzte für Palliativmedizin in die Behandlung integriert werden.
In besonderen Situationen steht uns unsere Ethikkommission mit Rat zur Seite.

Wir halten es für sehr wichtig, dass unsere Patienten sowohl Kontakt zu Ihrem Angehörigen als auch zum therapeutischen Team haben. Es wird dem Patienten helfen,  die Zeit der schweren Erkrankung besser zu tolerieren.

Diabetologie

Ein wichtiger Schwerpunkt innerhalb unserer Klinik für Innere Medizin ist die Diabetologie. Sie wurde mehrfach von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) ausgezeichnet. Seit September 2005 besitzt das EvK als einziges Herner Krankenhaus das Zertifikat Behandlungszentrum Stufe 2 für Menschen mit Typ-2-Diabetes.

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 können hier individuell eingestellt und durch ein qualifiziertes Team von Diabetesberaterinnen und -assistentinnen geschult werden. Ziel ist es, durch eine maßgeschneiderte Diabetesbehandlung Spätfolgen wie Nierenschäden, Erblindung, Schlaganfall und Herzinfarkt zu verhindern.

Eine wichtige Rolle spielt hier auch die Fußambulanz, wo eine gezielte Behandlung von diabetesbedingten Fußerkrankungen angeboten wird. Wichtiger Partner in diesem Bereich ist das EvK-eigene Gefäßzentrum Herne | Castrop-Rauxel. Mit Hilfe modernster Techniken können die Ärzte des interdisziplinären Zentrums durch medikamentöse Therapie sowie durch operative Eingriffe in der Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Shoaeddin Damirchi für eine bessere Durchblutung sorgen und damit in den meisten Fällen eine drohende Amputation verhindern.

Endokrinologie

Schilddrüsenerkrankungen

Die Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse stellt seit Jahren einen der großen Schwerpunkte des EvK Herne dar. Hier bieten wir die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenfehlfunktionen (Über- und Unterfunktionen) mit der entsprechenden detaillierten Hormondiagnostik im eigenen spezialisierten Hormonlabor.
Ferner werden alle gut- und bösartigen Vergrößerungen der Schilddrüse (Kropfkrankheit, Schilddrüsenknoten) mittels eingehender Untersuchung, bildgebender Verfahren (Ultraschall, Szintigraphie) sowie der Hormonbestimmung und spezifischer Marker aus dem Blut abgeklärt. Falls erforderlich können auch sofort Feinnadelpunktionen verdächtiger Knoten der Schilddrüse vorgenommen werden.

Unser Schilddrüsenzentrum wir geleitet von Prof. Dr. Friedrich Jockenhövel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, und Prof. Dr. Matthias Kemen, Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie. Für besonders schwere Erkrankungen der Schilddrüse stehen jederzeit entsprechend Betten des Schilddrüsenzentrums für eine stationäre Behandlung zur Verfügung.

Störungen der Hodenfunktion

Etwa 7-10 % aller Männer leiden unter Hodenfunktionsstörungen, wobei am häufigsten Störungen der Samenproduktion auftreten. Dies führt dann mitunter zu unerfülltem Kinderwunsch. Ebenfalls häufig sind angeborene oder erworbene Störungen der Hormonproduktion, insbesondere des männlichen Hormons Testosteron. Neben Störungen der Fruchtbarkeit können hieraus Störungen der Potenz, aber auch eine Osteoporose, mangelnde Leistungsfähigkeit und chronische Müdigkeit resultieren. Nicht zuletzt werden auch zahlreiche Stoffwechselfunktionen durch Testosteron beeinflußt.
In der Hormonsprechstunde können die Hodenfunktionsstörungen detailliert diagnostiziert und mit speziellen Hormonuntersuchungen sowie Hormontests auf eine Ursache zurückgeführt werden. Insbesondere für die hormonellen Störungen der Hodenfunktion stehen auch zahlreiche Möglichkeiten der Therapie zur Verfügung, speziell auch die Hormonersatztherapie mit Testosteron.
Als Spezialzentrum steht uns neben den herkömmlichen und allgemein gebräuchlichen Formen der Hormonersatztherapie beim Mann (Testosterontabletten, „3-Wochen-Spritze“) auch sehr moderne und individuelle Testosterontherapien zur Verfügung, so zum Beispiel das Testosteron-Gel und die „3-Monats-Spritze“. Im Rahmen der Hormonsprechstunde erfolgen auch die eingehende Untersuchung, spezielle Diagnostik und ggf. auch Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden des Mannes.

Störungen der Eierstocksfunktion

Der weibliche Menstruationszyklus ist außerordentlich empfindlich und reagiert sensibel auf Störungen jeglicher Art. Entsprechend sind Zyklusstörungen bei der Frau besonders häufig. Gelegentlich können diese auch mit anderen Stoffwechselstörungen (z.B. Fettstoffwechsel oder Knochenstoffwechsel) einhergehen. Ferner sind Unregelmäßigkeiten des weiblichen Zyklus häufig auch mit Fehlfunktionen und angeborenen Enzymdefekten der Nebenniere verbunden. Nicht zuletzt bestehen zahlreiche gegenseitige Einflussnahmen von Schilddrüse, Eierstöcken und anderen Hormonzentren.
Entsprechend stellt die Diagnostik und Behandlung von Zyklusstörungen bei der Frau, speziell auch in Verbindung mit dem adrenogenitalen Syndrom und dem Syndrom der polycystischen Ovarien (PCO) einen Schwerpunkt der Tätigkeit in der Hormonsprechstunde dar. Wir bieten sämtliche Therapieformen mit Östrogenen an. Insbesondere auch die Hormonersatztherapie bei der älteren Frau nach den Wechseljahren ist ein wesentliches Anliegen der Hormonsprechstunde.

Die Durchführung von Ernährungsanamnesen, die Beurteilung von Röntgenbildern und speziell die Knochendichtemessung mit dem Dexa-Gerät (Dual-Photonen-Absorptiometrie) ermöglichen eine besonders exakte Erfassung des Osteoporose-Risikos.
Zur Verfügung stehen modernste Therapieverfahren einschließlich Infusionstherapien von Bisphosphonaten, wie auch die Therapie mit selektiven Östrogenrezeptormodulatoren (SERMS) ebenso wie die spezielle Elektrolyt- und Spurenelementtherapie (Calcium, Fluoride) und Vitamintherapie.

Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen

Hormonstörungen mit und ohne Vergrößerung der Hirnanhangsdrüse, zum Beispiel vermehrte Blutspiegel für Prolaktin, Wachstumshormon und Cortison können schwerwiegende Hormonstörungen verursachen, die jedes Organ des Körpers betreffen. Umgekehrt führen Ausfälle der Hirnanhangsdrüsenhormone ebenfalls zu ausgeprägten Veränderungen mit teils lebensbedrohlichen Auswirkungen.
Entsprechend ist die Diagnostik von Funktionsstörungen der Hirnanhangsdrüse und der Nebennieren eine wichtige Aufgabe der Hormonsprechstunde. Neben einem umfangreichen Gespräch bezüglich der Entwicklung von Beschwerden und Störungen stehen die Untersuchung und die Hormondiagnostik im Zentrum der Diagnostik. Bezüglich der Therapie stehen sämtliche Möglichkeiten eines spezialisierten Zentrums zur Verfügung. Insbesondere die medikamentöse Therapie von Hypophysenadenomen, die Hormonersatztherapie einschließlich der Wachstumshormontherapie bei Kindern und Erwachsenen sowie die Hormontherapie bei Nebennierenerkrankungen werden qualitätsgesichert durchgeführt.

Für andere erforderliche Therapiemaßnahmen, wie z.B. die Hypophysenoperation wird je nach Art der Operation mit Spezialisten in ganz Deutschland intensiv zusammengearbeitet. Eine besonders enge Kooperation besteht mit Prof. Dr. Matthias Kemen, Chefarzt der EvK-Klinik für Viszeralchirurgie.

Gastroenterologie und Hepatologie

Die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Leber, des Magens, des Darmes und der Bauchspeicheldrüse - kurz die Gastroenterologie - ist seit 2002 Schwerpunkt unserer Klinik für Innere Medizin.
 Die Gastroenterologie kooperiert eng mit der Klinik für Viszeralchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Kemen.
 Die Behandlung der Erkrankungen von Leber, Magen und Darm folgen den entsprechenden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Verdauung und Stoffwechsel, deren Mitglieder alle unsere leitenden Ärzte selbstverständlich sind. Darüber hinaus sind wir Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der Gesellschaft für Gastroenterologie in Westfalen und der Deutschen Gesellschaft für ärztliche Fortbildung.



In der Gastroenterologie werden jährlich ca. 3.000 endoskopische Untersuchungen von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dick- und Enddarm sowie der Gallenwege und Bauchspeicheldrüse durchgeführt. Ein hoher Anteil der Untersuchungen dient nicht nur diagnostischen Zwecken, also der Erkennung von Erkrankungen, sondern ist gleichzeitig auch endoskopische Therapie. Auf diesem Wege können Wucherungen (Polypen) abgetragen werden, es können Gallengangsdrainagen eingebracht werden, Ernährungssonden eingelegt, Blutungen gestillt werden oder eingeklemmte Gallensteine befreit werden. Diese Methoden vermeiden unnötige Operationen.

Auf der anderen Seite werden medizinisch notwendige Operationen aufs genaueste ausgewählt und vorgeplant. An dieser Stelle hat sich bereits die enge Kooperation mit unserer Klinik für Viszeralchirurgie, unter Leitung von Prof. Dr. Kemen sehr bewährt.
Damit Sie ohne Angst in die Untersuchungen gehen können, erhalten Sie im Regelfall entsprechende Beruhigungsmittel bzw. schmerzstillende Medikamente. Bei Bedarf oder auf besonderem Wunsch sind die Untersuchungen auch in Kurznarkose möglich.
Nahezu alle Eingriffe können wir rund um die Uhr in hoher Qualität und an jedem Tag der Woche durchführen, da wir nachts und an den Wochenenden und Feiertagen über entsprechende Rufdienste verfügen.
Zur präzisen Diagnostik stehen insgesamt 3 hochmoderne Videoarbeitsplätze zur Verfügung.

Therapie der Adipositas

Neben der chirurgischen Therapie der Adipositas (höhergradiges Übergewicht) stehen unseren Patienten auch andere innovative Verfahren zur Gewichtsreduktion zur Verfügung.

Magenballon

Diese Methode ist schon seit einigen Jahren etabliert. Hierbei wird ein Ballon für 6 Monate in den Magen bei einer Magenspiegelung eingesetzt. Dieser kann mit max. 700 ml Wasser gefüllt werden. Dies führt unmittelbar nach Einlage zu einer deutlichen Verringerung des Hungergefühls. Dadurch kann in dieser Zeit eine Umstellung der Ernährung erfolgen. In weiterer Folge passt sich der Magen in seiner Größe wieder an, so dass der Ballon nach 6 Monaten wieder entfernt werden muss. Sollte es gelingen die Ernährung dauerhaft umzustellen, ist ein Gewichtsverlust von 15 – 20 kg möglich. Die Kostenübernahme dafür wird von den Krankenkassen nur nach entsprechender Beantragung und nur in besonderen Fällen genehmigt. Die aktive Mitarbeit der Patienten ist dringend erforderlich, andernfalls sind die Erfolgsaussichten gering.

EndoBarrier®

Bei diesem neuartigen System wird ein Kunststoffschlauch in die ersten 60 cm des Dünndarms bei einer Magenspiegelung eingelegt. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme erheblich gestört, so dass es zu einem deutlichen Gewichtsverlust kommt. Diese Methode wird eingesetzt bei Patienten, die zusätzlich an einem Diabetes mellitus Typ II (Zuckerkrankheit) leiden. Das System verbleibt 12 Monate im Dünndarm und kann danach wieder bei einer Magenspiegelung entfernt werden. Dieses Verfahren ist nicht für alle Patienten geeignet. Bei entsprechender Eignung werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Eine entsprechende Klärung erfolgt bei einer persönlichen Vorstellung in unserer Sprechstunde.

Palliativmedizin

Palliativstation EvK Herne

In Anlehnung an den Hospizgedanken in England haben wir im März 1992 im Evangelischen Krankenhaus Herne eine Palliativstation eingerichtet. Schwerpunktmäßig werden auf dieser Station Tumorpatienten im fortgeschrittenen Stadium behandelt.
Ziel der palliativen Therapie ist die Linderung von Schmerzen und anderen den Patienten belastenden Symptomen, wie Übelkeit, Erbrechen, Luftnot und Appetitlosigkeit.
Berücksichtigung bei der Therapie spielt auch die psychische und seelische Verfassung der Patienten. Angehörige und Freunde werden bei der Betreuung von uns miteinbezogen.

Weitere Infos zum Thema:

Onkologie

Die Versorgung von Patienten mit Tumorerkrankungen stellt einen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Dabei ist zunächst eine zielgerichtete Diagnostik notwendig. Dafür verfügen wir über das notwendige Equipment und den Experten in der Endoskopie, Sonographie und Radiologie. Somit ist es uns möglich, rasch die entsprechenden Diagnosen zu stellen oder auch einen Verdacht auszuräumen.

Sollte eine Tumorerkrankung bei einem unserer Patienten gefunden werden, erfolgt die Vorstellung in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz („Herner Tumorkonferenz“). In dieser Konferenz treffen sich alle Beteiligten, die bei der Versorgung von Tumorerkrankungen eine Rolle spielen. Dazu gehören Internisten, Onkologen, Chirurgen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Psychoonkologen. In diesem Gremium werden alle erhobenen Befunde diskutiert und präsentiert, so dass gemeinsam dann eine Therapieempfehlung gegeben werden kann. Nur durch dieses Zusammenspiel ist eine effiziente Therapie für unsere Patienten möglich. Verantwortlicher Leiter der Herner Tumorkonferenz ist Oberarzt Dr. Eckhard Biekmann.

Abhängig vom Stadium der Erkrankung erfolgt die Therapie. Sollte eine Chemotherapie oder eine Bestrahlungstherapie erforderlich sein, kann diese bei uns stationär durchgeführt werden. Viele unserer Patienten werden ambulant in der Praxis von Dr. Hahn therapiert. Diese Praxis liegt unmittelbar vor dem Krankenhaus und durch die enge Kooperation ist auch im ambulanten Bereich eine optimale Versorgung für unsere Patienten gewährleistet.